Referenz
Machbarkeitsstudie für die Wärmeversorgung in Rinteln
Nahwärmekonzept für eine klimafreundliche Wärmeversorgung
Energielenker unterstützte die Stadt Rinteln bei der Erstellung einer Machbarkeitsstudie nach BEW Modul I für ein neues Nahwärmenetz in der Innenstadt und im südlichen Stadtgebiet. Im Fokus stand die Entwicklung einer nachhaltigen Wärmeversorgung für öffentliche Gebäude, Gewerbe und Wohnnutzungen. Durch die Kombination von Wärmepumpen, Biomasseanlagen und weiteren erneuerbaren Wärmeerzeugern entstand ein Versorgungskonzept mit einem erneuerbaren Anteil von über 90 Prozent.

Standort
Rinteln
Projektzeitraum
08/2025 – 02/2026
Leistung
Machbarkeitsstudie nach BEW Modul I
Auftraggeber
enercity AG
Projektübersicht
Ausgangssituation
Die Stadt Rinteln verfolgt das Ziel, die Wärmeversorgung in der Innenstadt und im südlichen Stadtgebiet langfristig klimafreundlich auszurichten. Dafür sollte untersucht werden, ob sich größere Wärmeabnehmer, öffentliche Einrichtungen und Wohngebäude über ein gemeinsames Nahwärmenetz versorgen lassen.
Neben der technischen Machbarkeit standen die Dimensionierung der Wärmeversorgung, die Entwicklung sinnvoller Ausbaustufen sowie die Bewertung der Energie- und Treibhausgasbilanz im Mittelpunkt. Gleichzeitig sollte ein Konzept entstehen, das eine schrittweise Umsetzung und Erweiterung des Wärmenetzes ermöglicht.
Entwicklung eines Nahwärmekonzepts für die Wärmewende vor Ort
Energielenker unterstützte die Machbarkeitsstudie durch die Analyse der Wärmebedarfe, die technische Vorplanung der Wärmeerzeugung sowie die Entwicklung eines stufenweisen Ausbaukonzepts. Die Versorgung basiert auf zwei dezentralen Heizzentralen, in denen Wärmepumpen und Biomasseanlagen miteinander kombiniert werden. Ergänzend wurden Spitzenlastanlagen berücksichtigt, um eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Projektumfang
- Erstellung einer Bedarfsanalyse für das Versorgungsgebiet
- Identifikation und Bewertung potenzieller Anschlussnehmer
- Entwicklung eines Nahwärmenetzes in drei Ausbaustufen
- Planung von zwei Heizzentralen
- Integration von Luft-Wärmepumpen
- Einsatz von Biomasseanlagen zur regenerativen Wärmeerzeugung
- Berücksichtigung von Power-to-Heat-Anlagen
- Dimensionierung der zentralen Versorgungskomponenten
- Bilanzierung von Energieverbräuchen und Treibhausgasemissionen
- Analyse der technischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit
- Entwicklung eines langfristigen Ausbaupfads für das Wärmenetz
Erbrachte Leistungen
Ergebnisse und Nutzen
- Grundlage für den Aufbau eines klimafreundlichen Nahwärmenetzes
- Erneuerbarer Energieanteil von über 90 %
- Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Gebäudebestand
- Versorgung von öffentlichen Gebäuden, Gewerbe und Wohnen über eine gemeinsame Infrastruktur
- Hohe Versorgungssicherheit durch verschiedene Wärmeerzeuger
- Stufenweise Erweiterung des Wärmenetzes möglich
- Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung und Umsetzung
Technische Eckdaten
Wärmebedarf
10.060 MWh pro Jahr
Gesamte Anschlussleitung
5.000 kW
Wärmepumpenleistung
750 kW
Biomassekessel
3.000 kW
Power-to-Heat-Anlage
2.500 kW
Trassenlänge
4,1 km
45 Bestandsgebäude
Zwei dezentrale Heizzentralen
Drei geplante Ausbaustufen
Vorlauftemperatur von rund 75°
Hausübergabestationen für Raumwärme und Trinkwarmwasser
Projektbeteiligte
Auftraggeber:
enercity AG
Machbarkeitsstudie und Wärmeplanung:
energielenker projects GmbH
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