Referenz
Machbarkeitsstudie und technische Planung Wärmenetz Ortsgemeinde Macken
Machbarkeitsstudie und technische Planung Wärmenetz Ortsgemeinde Macken
Für die Ortsgemeinde Macken hat energielenker das komplette Modul I der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) bearbeitet. Den Ausgangspunkt bildete eine Machbarkeitsstudie (LP 1). Darin wurde die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit einer zentralen Wärmeversorgung bewertet und ein Versorgungskonzept entwickelt, das den Wärmebedarf der Gemeinde langfristig klimafreundlich und weitgehend erneuerbar deckt. Darauf aufbauend erstellte energielenker den technischen Abschlussbericht mit der Planung der Leistungsphasen 2 bis 4.

Standort
Ortsgemeinde Macken
Projektzeitraum
06/2024 – 06/2025
Leistung
Machbarkeitsstudie
Auftraggeber
Verbandsgemeinde Rhein-Mosel
Projektübersicht
Ausgangssituation
Die Ortsgemeinde Macken ist ländlich geprägt und verfügt bislang über kein Gasnetz. Die Wärmeversorgung erfolgt überwiegend über individuelle Heizsysteme auf Basis von Heizöl. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee eines gemeinschaftlichen Nahwärmenetzes, das sowohl bestehende Gebäude als auch geplante Neubauten versorgt und langfristig eine klimafreundliche Alternative zur bisherigen Wärmeversorgung bietet. Im Rahmen einer Bürgerinitiative wurden insgesamt 104 Bestandsgebäude sowie 34 geplante Neubauten als potenzielle Anschlussobjekte identifiziert.
Machbarkeitsstudie (LP 1):
- Bestands- und Bedarfsanalyse der Anschlussobjekte
- Untersuchung und Bewertung von Versorgungsvarianten
- Bilanzierung von Energiebedarf und THG-Emissionen
- Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Versorgungskonzepts
Machbarkeitsstudie (LP 2-4):
- Dimensionierung der zentralen Wärmeversorgung
- Entwicklung des technischen Anlagenkonzepts
- Planung der Gewerke in den Leistungsphasen 2 bis 4
Machbarkeitsstudie als Grundlage für das Wärmenetz
In der Machbarkeitsstudie untersuchte energielenker verschiedene Versorgungsoptionen und ermittelte eine Vorzugsvariante für ein zentrales Wärmenetz. Für diese Variante wurden Energie- und Treibhausgasbilanzen erstellt und die Wirtschaftlichkeit bewertet. Auf dieser Grundlage führte energielenker die Planung bis einschließlich Leistungsphase 4 weiter und hielt die Ergebnisse im technischen Abschlussbericht fest.
Geothermie als zentrale Wärmequelle
Kern des Konzepts ist eine zentrale Sole-Wasser-Wärmepumpe, die über ein Erdwärmesondenfeld mit Energie versorgt wird. Ergänzend unterstützt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die Regeneration der Erdwärmesonden. Die erzeugte Wärme wird über ein temperaturgeregeltes Nahwärmenetz an die angeschlossenen Gebäude verteilt.
Jedes Gebäude erhält eine Hausübergabestation zur Versorgung mit Raumwärme und Trinkwarmwasser. Durch die Nutzung geothermischer Energie erreicht das Versorgungssystem einen sehr hohen Anteil erneuerbarer Energien und schafft die Grundlage für eine deutliche Reduzierung der CO₂-Emissionen.
Erbrachte Leistungen
Ergebnisse und Nutzen
- Machbare und wirtschaftliche Wärmeversorgung für die Gemeinde
- Erneuerbarer Energieanteil von über 90 %
- Deutliche Reduzierung von CO₂-Emissionen
- Versorgung von Bestands- und Neubauten über ein gemeinsames Wärmenetz
- Abgeschlossenes BEW Modul I als Grundlage für die Umsetzung des Wärmenetzes
- Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärmesektors im ländlichen Raum
Technische Eckdaten
104 Bestandsgebäude und 34 Neubauten
70 Erdwärmesonden mit jeweils 150 m Tiefe
Wärmepumpenleistung von 830 kW
Trassenlänge von rund 3,4 km
Netzvolumen von 22,4 m³
Wärmebedarf von 2.390 MWh pro Jahr
Jährliche Wärmeeinspeisung von rund 3.000 MWh
65 % Geothermie und 35 % Stromeinsatz
Projektbeteiligte
Auftraggeber:
Verbandsgemeinde Rhein-Mosel
Machbarkeitsstudie und Wärmeplanung:
energielenker projects GmbH
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