Referenz
Kommunale Wärmeplanung Gemeinde Nottuln
Wärmewende mit lokalen Lösungen umsetzen
Wie kann die Wärmeversorgung einer Kommune langfristig klimafreundlich und wirtschaftlich gestaltet werden? Um diese Frage zu beantworten, entwickelte energielenker für die Gemeinde Nottuln eine kommunale Wärmeplanung. Auf Basis einer umfassenden Bestandsaufnahme wurden zukünftige Entwicklungspfade aufgezeigt und Potenziale für erneuerbare Energien sowie Effizienzsteigerungen identifiziert. Die Planung dient als Orientierung für die kommunale Wärmewende bis 2040.

Standort
Gemeinde Nottuln
Projektzeitraum
01/2024 – 09/2025
Leistung
Kommunale Wärmeplanung
Auftraggeber
Gemeinde Nottuln
Projektübersicht
Ausgangssituation
Die Gemeinde Nottuln umfasst mehrere Ortsteile mit unterschiedlichen Siedlungsstrukturen. Während die geringe Wärmeliniendichte in den Ortsteilen den Ausbau großflächiger Wärmenetze erschwert, bestehen im Ortszentrum ältere Gebäude mit erhöhtem Sanierungsbedarf sowie ein vorhandenes Nahwärmenetz mit Optimierungspotenzial. Gleichzeitig bieten lokale Ressourcen wie Biogasanlagen zusätzliche Potenziale für eine nachhaltige Wärmeversorgung. Für die verschiedenen Ortsteile und Nutzungsstrukturen wurden passende Versorgungslösungen entwickelt, die sowohl zentrale als auch dezentrale Ansätze berücksichtigen.
Kommunale Wärmeplanung als Grundlage für die Wärmewende
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung analysierte energielenker den Gebäudebestand, die Wärmebedarfe sowie die bestehende Energieinfrastruktur. Auf Basis einer Energie- und THG-Bilanz wurden Potenziale für Energieeinsparungen und erneuerbare Energien ermittelt sowie geeignete Versorgungsszenarien für die verschiedenen Teilgebiete entwickelt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für zukünftige Investitions- und Infrastrukturentscheidungen.
Projektumfang
- Bestandsanalyse mit Energie- und THG-Bilanz
- Potenzialanalyse für Energieeinsparungen und erneuerbare Energien
- Entwicklung von Zielszenarien
- Bewertung der Teilgebietseignung
- Ausarbeitung von Fokusgebieten
- Wärmewendestrategie mit Maßnahmenkatalog
- Erstellung einer Kommunikationsstrategie
- Beteiligung relevanter Akteure
- Verstetigungsstrategie und Controlling-Konzept
Zentrale und dezentrale Versorgungslösungen kombinieren
Ein Schwerpunkt der Wärmeplanung lag auf der Entwicklung passender Versorgungsansätze für die unterschiedlichen Teilräume der Gemeinde. Die Strategie kombiniert zentrale Lösungen, wie Wärmenetze, mit dezentralen Ansätzen, beispielsweise Wärmepumpen oder Biomasseheizungen. Ergänzend wurden Potenziale für Geothermie, Solarenergie, Abwärme, Biomasse und den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff untersucht. Bereits vorhandene Erkenntnisse aus einer Wasserstoff-Machbarkeitsstudie für den Kreis Coesfeld wurden dabei ebenfalls berücksichtigt und für die Gemeinde Nottuln konkretisiert. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für politische Entscheidungen, Fördermittelakquise und die kontinuierliche Fortschreibung der Wärmeplanung.
Erbrachte Leistungen
Galerie
Ergebnisse und Nutzen
- Strategische Grundlage für die klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040
- Entwicklung differenzierter Versorgungsszenarien für die Ortsteile
- Identifikation lokaler Potenziale für erneuerbare Energien
- Konkreter Maßnahmenkatalog für die Wärmewende
- Belastbare Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung
- Grundlage für Fördermittelakquise und Umsetzungsprojekte
Technische Eckdaten
Rund 20.000 Einwohner:innen
Gemeindegebiet von ca. 85 km²
Wärmebedarf von rund 300 GWh
Projektbeteiligte
Auftraggeber:
Gemeinde Nottuln
Energiekonzept und Energieplanung:
energielenker projects GmbH
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